No Script Extension

Heute möchte ich ein Add on für Firefox vorstellen, das ich zu den Basics der optionalen Plugins zähle, nämlich NoScipt. Ich denke, man braucht dazu nicht viel zu erklären, denn der Name ist Programm: Alle Scripte werden zunächst geblockt und können auf Wunsch einzeln gestartet werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder

Wenn zusätzliche Einschränkungen (Standardeinstellung, siehe links) Java, Flash, etc. aktiviert sind, ist noch ein zusätzlicher Klick auf die Einbettung nötig. Der Vorteil daran ist, dass wirklich nur die Inhalte geladen werden, für die man sich gerade interessiert. Blogs, die voll sind mit Youtube-, Scribd-, Soundcloud-, Slideshare- usw. Einbindungen laden so viel schneller. Das sähe dann so aus:

Temporär No Script

Cookies

In erster Linie geht um bei NoScript darum, gefährliche Scripte zu blocken, die unerwünschte Cookies ablegen oder schadhafte Programme zulassen. Wenn man allerdings viel im Netz unterwegs ist, wird man feststellen, dass der Besuch hunderter Webseiten enormen Speicherplatz belegt (Cookies, Sessions, Cache) und die Surfgeschwindigkeit des Firefox extrem herabsetzen können. Gerade Cookies und Temps machen gefühlte 20% der Datenübertragung aus. Über die Firefox-Einstellungen im Bereich Datenschutz können diese Bremsen zwar im Nachgang gelöscht werden, aber leider sind dann alle Webseiten zurückgesetzt – denn wer verwaltet schon die Cookies einzeln?

Ich aktiviere Cookies nur noch, wenn es nötig ist. Die Vorteile von Cookies ergeben sich einfach aus dem bestimmungsgemäßen Gebrauch. Individualisierte Empfehlungen sind gut – bis zu einem gewissen Grad! Sobald es nervt, auf Youtube oder Amazon ständig Videos und Produkte angezeigt zu bekommen, die der Algorithmus aus bisherigem Klickverhalten ermittelt, deaktiviert man halt die Cookies. Mit NoScript muss man beim Bestellvorgang oder LogIn dann einfach die Webseite temporär zulassen („Temporär alle Beschränkungen für diese Seite aufheben„).

No Script temporäre Einschränkungen aufheben

Cookies zu deaktivieren ist vergleichbar mit dem Betreten eines Ladens verkleidet mit einer schwarzen Strumpfmaske: Unerkannt und anonym, aber nicht weil man böse Absichten hat, sondern weil man Personen, die einem mit Gutscheinflyern fürs La Bohème bestürmen, kostenlose modische Fleischtunnel versprechen und die neueste Daily-Deal-Gesichtsstraffung anbieten – und das alles nur, weil man bei der letzten Online-Registrierung „Fashion, Freak und 58 Jahre“ angegeben hat – von vornherein abwimmeln will! Individuelle Werbung kann allerdings auch belustigend sein, wenn man krude Falschangaben macht. Aber zurück zu NoScript.

Vorsicht ist im Umgang mit No Script trotzdem geboten. Man kann nichts kaputt machen, aber Frust kann aufkommen, wenn gerade zu Beginn erst einmal alles von Google Maps bis Youtube nach Berechtigungen fragt. Gerade für den unerfahrenen Anwender erschließt sich eine Welt aus Fragen. Wenn man allerdings die Funktionalität der anfragenden Webseiten googlet, erkennt man, wie viele zwar unschädliche aber für den User überflüssige Scripte ständig mit geladen werden:

Wall Street Journal Blog Scripte

Externe Dienste aussperren

Es fällt beim Surfen auf, wie viele Webseiten Scripte und Content externer Hosts aufrufen. Dass die Facebookeinbindung und Youtube Inhalte auf einem anderen Host liegen, ist klar. Das sich aber zahlreiche Ad-Klicker, Tracking Software, Datensammler, Werbebanner beim Surfen dazwischen schalten, kann man sich ersparen.

Wichtig für Einsteiger: Manche Seiten wie Google’s youtube.com funktionieren nur wenn der Dienst ytimg.com mit zugelassen wird. Bei twitter.com verhält es sich mit twimg.com genauso und die Nutzbarkeit von Yahoo wird eingeschränkt, wenn der Yahoo-eigene Messager yimg.com von NoScript blockiert wird. Das begreift man aber schnell, wenn man sich informiert und das Programm ist ja lernfähig.

Blacklist für No Script Download

Damit der Aufwand mit der Vordefinition so gering wie möglich ist, hier schon mal eine Blacklist zum Download >>>

Ein Anfänger wählt anfangs einfach öfters mal „Alle Beschränkungen temporär aufheben“ aus, lernt so häufig auftretende Scripte kennen, schaut nach und googlet und weiß dann beim wiederholten Mal, ob dieses Script ausspioniert bzw. überflüssig ist und für immer verbannt („Domain als nicht vertrauenswürdig einstufen„) oder für immer zugelassen werden soll (dauerhaft „Domain erlauben„).

Leider ist mir eins noch nicht gelungen: Auf bestimmten Seiten die Skripte zuzulassen, die ich sonst generell sperren würde! Zum Beispiel ‚gstatic.com‘. Das kann man getrost blocken, außer wenn man auf ‚maps.google.de‘ geht, denn jetzt braucht man dieses Script, da Google Maps sonst nicht funktioniert. Einmal in eine Schublade gesteckt, werden die Scripte von diesen oder jenen Seite zugelassen oder geblockt – je nachdem, was man eingestellt hat, dauerhaft und ohne nervige Nachfrage.

Und facebook.com hätte ich auch aus gewissen Gründen auch gern gesperrt. Auf der Facebook-Seite selbst möchte ich aber natürlich weiterhin ohne Einschränkungen navigieren. Was machen? Man kann die Skripte dann immer manuell temporär (de)aktivieren, aber das muss doch anders zu machen sein.

Fazit:

Mit No Script ist man gewappnet gegen

Vorteile Nachteile
schneller Seitenaufbau Viele Webseiten funktionieren ohne Scripte kaum noch
schnelles und sicheres Surfen (Anfänglich sehr) zeitintensiv
Mehr Privatsphäre

5 Responses to “Mit No Script kürzere Ladezeiten – Schnell und sicher surfen”

  1. GreenFeet sagt:

    Kenn ich. ivwbox ist so eine Bremse und zählt die „Page Impressions” also Seitenaufrufe. Wichtig fürs Marketing, überflüssig fürs Surfen.

  2. Nerd sagt:

    adlink.net & affili.net kannste auch klemmen

  3. Andreas sagt:

    openstat.ru = spyglog.ru

  4. screencast sagt:

    block googlesyndication.com, google-analytics.com, etracker, fbcdn.net, onswipe.com

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